TAG H

–English below–

Mit seiner neuesten Produktion „TAG H“ entwirft der japanische Konzeptkünstler miu eine Exkursion in eine surrealistische Körperlandschaft und reflektiert dabei im Besonderen die Begriffe „links und rechts“. Der Körper wird zum Schauplatz doppeldeutiger Wahrnehmungsprozesse, physische Aktivitäten treffen auf Ereignisse aus der Welt der Politik, auf Architektur und Ergonomie. Die Antagonisten „links und rechts“ werden auf ihre Wirkungsmacht im privaten und im gesellschaftlichen Leben hin untersucht.

Der Ausgangspunkt des Projekts ist das historische Ereignis „DAGEN H“. „DAGEN H“ („Dagen“ ist „Tag“ auf Schwedisch und H steht für das schwedisches Wort „högertrafikomläggningen“, das bedeutet auf Deutsch Rechtsverkehrumstellung) bezeichnet die Umstellung auf den Rechtsverkehr, die am Sonntag, dem 3. September 1967 in Schweden erfolgte. Von diesem Zeitpunkt an musste man statt auf der linken auf der rechten Fahrbahnseite fahren.

Auf der Bühne treten ein linkshändiger Protagonist „Kenji“ und eine fiktive Klang-Maschine „H“, die vom ihm entwickelt wurde, auf. Das Stück erzählt die Biografie des Protagonisten und beschreibt seine persönlich Auseinandersetzung mit den Begriffen „links und rechts“ auf individueller und überindividueller Ebene. Den „DAGEN H“ erlebt der Protagonist als einschneidendes Ereignis, das ihn zu einem introspektiven Paradigmenwechsel inspiriert: Er weckt den Traum einer Verdrehung von links und rechts.

„TAG H“ ist der zweite Teil der „Empty Balloons Society“ Trilogie. „Empty Balloons Society“ handelt vom Verhältnis zwischen Parallel-Identitäten und kollektivem Gedächtnis und wird durch die Pseudo-Utopie-Projektion eines gleichnamigen fiktiven Künstlerkollektivs thematisiert.

Das Stück wird in Form einer zweisprachigen Performance (Deutsch und Japanisch) präsentiert.

Datum: 10., 12., 13. Oktober 2018, 20Uhr
Ort: Kunst im Hafen(Reisholzer Werftstraße 75 – 77, 40589 Düsseldorf)
Eintritt: 10 EUR / 5 EUR(erm)

Konzept, Text, Ton und Regie: miu
Performer: Soya Arakawa, Pia Tomoko Meid, Bastian Nonnenberg, Kenji Shinohe, Daniel Werner
Dramaturgische Mitarbeit: Alice Ferl
Choreografische Mitarbeit: Yuko Kaseki
Künstlerische Mitarbeit: Marie Ogoshi, Mizuki Kin
Technische Beratung: Peter Bellinghausen
Produktion Management: Akiko Okamoto
Produktion: miu

Koproduktion: FFT Düsseldorf
Gefördert durch: Kulturamt Düsseldorf

Dauer: ca. 60 min

–English–

On the 3rd of September in 1967 was the „Day H“ in Sweden. The H stands for „högertrafikomläggningen“, the change from left to right-hand in the car traffic. While all signs were changed, the entire traffic was paralyzed for several hours. Changing of the habits for car drivers took much longer. The conceptual artist miu takes „Day H“ as the starting point for a poetic performance about habits and adaptation. „TAG H“ is the second part of the „Empty Balloons Society“ trilogy, which deals with the relationship between parallel identities and collective memory and is thematized in the pseudo-utopia projection.

In German and Japanese language

Concept, Script, Direction and Sound Composition: miu
Dramaturge: Alice Ferl
Performer: Soya Arakawa, Pia-Tomoko Meid, Bastian Nonnenberg, Kenji Shinohe, Daniel Werner
Stage Set: Marie Ogoshi
Artistic Collaboration: Yuko Kaseki, Mizuki Kin
Premiered on the 10th October, 2018 at Werft 77, Kunst im Hafen
Coproduction: Forum Freies Theater Düsseldorf / Sponsered by the Cultural Office Düsseldorf

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